Pflanzliche Anteile in Hundenahrung?

Wir werden oft gefragt, warum wir keine pflanzlichen Anteile in der Hundenahrung empfehlen.

Ganz einfach, der Hund kann ein wichtiges Enzym, nämlich die Amylase, nicht produzieren bzw. nur ein Hilfsenzym. Dieses Hilfsenzym wird von der Bauchspeicheldrüse produziert und reicht nicht alleine aus um pflanzliche Nahrungsbestandteile zu verdauen. Die Bauchspeicheldrüse produziert aber immer mehr Hilfsenzyme um die pflanzliche Nahrung zu verdauen und wird dadurch unnötig belastet.

Durch die Zugabe von Getreide wird die Verdauung unnötig belastet, da das Futter zu lange im Darm verweilt und langfristig schadet.

Leider vergessen viele, dass der Darm das wichtigste Organ für die Gesundheit des Hundes ist!

Durch die fehlende Amylase wird das Getreide nicht schon im Magen bzw. der Maulhöhle aufgespalten, sondern erst im Dickdarm durch Fäulnisbakterien. Dort wird der Mehrfachzucker in Einfachzucker umgewandelt. Die hierbei entstehenden Stoffwechselgifte müssen über die Leber entgiftet werden. Außerdem entstehen Gase im Darm (Blähungen). Dadurch wird der gesamte Organismus stark belastet und es kann Dauerhaft zu Organschäden, chronischen Krankheiten und/oder Stoffwechselstörungen kommen. Meistens sind als erstes die Leber und/oder die Bauchspeicheldrüse betroffen. Der Hund ist nicht in der Lage alle Giftstoffe vollständig abzubauen, auch wenn er noch gesund ist. Auch über die Haut werden Giftstoffe abgegeben. Leicht zu erkennen am stumpfen, schuppigen Fell und der Hund „stinkt“. Meistens äußert sich dies auch durch: Hotspots, Juckreiz und/oder Rötungen.

Das „Problem“ Parasiten spielt bei der Kohlenhydratfütterung ebenso eine große Rolle. Bei dieser Fütterung schafft man ein „parasitenfreundliches Klima“ im Darm. Durch die lange verweil Dauer fängt es an zu gären und der pH-Wert im Darm wird verändert. Das schafft gerade für Giardien und Würmer ein optimales Klima und sie können sich wunderbar vermehren, da sie sich von dem Getreidebrei ernähren. Der Gärprozess steht außerdem im Verdacht Magendrehungen zu begünstigen.

Die in dem Getreide enthaltene Stärke wird im Verdauungsprozess zu Einfachzucker abgebaut und ist eine mögliche Ursache für Erkrankungen der inneren Organe, wie z.B. Bauchspeicheldrüse und Diabetes. Des Weiteren sind Kohlenhydrate und Zucker gut FÜR Zahnstein, aber nicht FÜR die Zähne.

Als Hauptauslöser von Unverträglichkeiten ist Getreide bekannt. Aber auch  beim Tumorwachstum  und bei Haut- und Fellproblemen ist Getreide bekannt dafür dies zu begünstigen.

Bei der Verdauung von Getreide entsteht unter anderem die Phytinsäure. Diese Säure hemmt die Aufnahme von Kalzium. Das kann zu unerwünschten Knochen- und Gelenkproblemen führen.

Bisher habe ich immer nur Getreide genannt. Das gleiche gilt natürlich auch für Obst und Gemüse. Beides enthält Fruchtzucker und Kohlenhydrate.

Ihr Hund ist hibbelig? Kann sich nicht wirklich konzentrieren? Ist der schlechteste in der Hundeschule? Ist vielleicht plötzlich aggressiv Ihnen und anderen gegenüber? Das können Anzeichen von Störungen im zentralen Nervensystem sein, die durch Getreide ausgelöst werden können. Seien wir mal ehrlich, wenn wir Kopfschmerzen haben, wollen wir dann über Hürden springen, durch Tunnel kriechen oder Rechenaufgaben lösen? Sind wir dann zu jedem nett und lassen uns anfassen und begrapschen? NEIN!

Ihr Hund kann leider nicht sagen: „Heute nicht, ich habe Kopfschmerzen.“ Aber Sie können mit artgerechter Ernährung dafür Sorge tragen, dass Ihr Hund diesen Satz nicht mal denken muss.

Als Reaktion auf unsere Ausführungen hören wir dann: „Aber der Wolf frisst das auch.“

FALSCH! Der Wolf frisst den Mageninhalt vom Beutetier. Die Beutetiere vom Wolf fressen KEIN Getreide, sondern Gras und Kräuter. Diese werden vom Beutetier vorverdaut und der Wolf frisst sie mit den Verdauungsbakterien des Beutetiers und kann so die pflanzliche Nahrung weiter verdauen. Außerdem liegt der Anteil an pflanzlicher Nahrung beim Wolf bei ca. 0,1%.

Dies kann man auf der Homepage „Wolfsregion Lausitz“ unter folgendem Link nachlesen:
http://www.wolfsregion-lausitz.de/nahrungszusammensetzung