Moin, liebe Fangemeinde

Mein Name ist Fee. Ich bin im Mai 2015 ins Tierheim Oldenburg gekommen. Ich hatte eine kahle Stelle am Hals und trug so einen blöden Plastiktrichter, damit ich daran nicht mehr lecken konnte. Da ich aber sehr erfinderisch bin, habe ich dann einfach mit den Hinterpfoten gekratzt und habe mir so beide Schultern kahl und wund gekratzt.

Damit das ganze abheilt, habe ich vom Tierarzt einen Cortisonschaum bekommen, den die Pfleger im Tierheim regelmäßig auftragen mussten. Zu allem Übel habe ich dann auch noch Durchfall bekommen, angeblich eine Futtermittelallergie. Die Tierheimmannschaft hat mir dann rohes Fleisch gegeben. Die Lisa hatte dann die Idee mal bei Kirsten und Stefan von WauKau® anzufragen ob sie nicht noch eine Katze haben möchten, da sie wusste, dass die beiden vor kurzem eine Katze verloren hatten. Kirsten und Stefan sind dann ins Tierheim gekommen und haben mich mal angeschaut. Was soll ich sagen, sie haben mich sofort mitgenommen und ich bin als Testesserin bei WauKau® eingestellt worden. Allerdings ist mir der Umzug erstmal nicht so gut bekommen, nach drei Tagen habe ich das Fressen eingestellt und nur noch an einem Platz gelegen und mich nicht mehr wirklich bewegt. Kirsten und Stefan haben dann angefangen mich mit einer Spritze zu ernähren, man war das doof. Zeitgleich wurden meine Wunden an den Schultern mit schwarzem Tee und Öl behandelt. Nachts wurde ich bandagiert, damit ich nicht alles aufkratze und wundlecke. Nach einer Woche „Zwangsernährung“, mit Fett, Fleisch, Schüsslersalzen und Globulis, kehrten meine Lebensgeister langsam zurück. In der Woche habe ich insgesamt 400 g abgenommen. Bei einem Startgewicht von 2250 g nicht wirklich effektiv. Kirsten und Stefan haben dann meinen Appetit mit Leckerchen geweckt, in denen auch Lockstoffe drin sind und die sie sonst nie kaufen würden, aber sie hatten so eine Angst, dass ich es sonst nicht schaffen würde, dass sie mir alles gegeben hätten. Mit diesen Leckerlies kam leider auch der Durchfall erstmal wieder. Dank des Fleisches hat sich der Durchfall schnell gelegt und ich habe wieder zugenommen. Die Wunden fingen an abzuheilen und der ewige Juckreiz ließ endlich nach. Kirsten gibt mir alle Fleischsorten auf die ich angeblich allergisch bin und ich kratze trotzdem nicht mehr. Die Leckerchen gibt es jetzt nicht mehr, damit ich keinen Durchfall mehr bekomme.
Nach 2 ½ Wochen habe ich dann eine Nachtwanderung gemacht, ich bin einfach stiften gegangen. War aber nicht ganz so toll. Was genau passiert ist, bleibt mein Geheimnis, aber Kirsten und Stefan vermuten, dass ich ein Wespennest ausfindig gemacht habe und einige Stiche abbekommen habe. Seitdem liege ich gerne auf der Terrasse rum und spiele mit den Entenfedern oder anderen hoch interessanten Dingen die ich so finden kann. Außerdem habe ich einen Ausflug aufs Hausdach unternommen, aber Kirsten ist fast das Herz stehengeblieben, da bin ich dann wieder runtergekommen. Ich denke, dass muss ich dann mal wiederholen, wenn sie nicht in der Nähe ist. Sie muss ja auch nicht alles mitbekommen, was ich so mache. Ich habe mir aber überlegt, dass Kirsten und Stefan nicht alles alleine machen müssen und deshalb gehe ich jetzt mit denen spazieren, wenn sie mit dem Hund Candy losgehen. Wenn wir das ein paar Mal gemacht haben, kann ich den beiden das ja abnehmen und mit Candy alleine losziehen. Ich kriege die schon wieder mit nach Hause, da bin ich ganz optimistisch.

Nach nur 3 Wochen sind meine Wunden komplett abgeheilt und das Fell ist schon wieder richtig gut nachgewachsen. Was mit Sicherheit auch daran liegt, dass ich den Hofkater Willi bei seiner „Arbeit“ unterstützen muss und gar keine Zeit habe mich übermäßig zu lecken oder zu kratzen. Mäuse fangen ist echt anstrengend und macht total müde.

Deshalb gehe ich jetzt auf die Terrasse und halte ein Nickerchen, bis bald
Eure Fee

Neues von Fee

Nachdem es mir recht wieder besser ging, habe ich einen echten Rückfall erlitten. Ich habe zeitweise wieder angefangen zu kratzen. Vor allem im Gesicht und an den Ohren. Außerdem habe ich mir den Rücken auf einer Länge von ca. 10 cm und einer Breite von 2 cm kahl geleckt. Auch über Wiesen laufen mochte ich nicht und ins Haus ging gar nicht. Am liebsten war ich draußen und habe immer an einer Stelle gesessen. Stefan und Kirsten haben mich dann zum Essen eingefangen, jeden Morgen und jeden Abend.

Eines Abends, es war ein Samstag, rief um 22 Uhr Tasso e.V. bei uns zu Hause an. Sie wollten Kirsten und Stefan mitteilen, dass ich einen Verkehrsunfall hatte und bei einer Tierärztin wäre. Die beiden waren echt geschockt. Am Sonntagmorgen konnten sie mich dann bei der Tierärztin abholen. Die hatte nichts Anderes gewusst, als mir ein Schmerzmittel zu spritzen und natürlich ein Antibiotikum. Ich hätte ja schließlich Wunden am ganzen Körper die versorgt werden mussten. Ich saß wie ein „Häufchen Elend“ in einem Gitterkäfig im Katzenklo und war froh, als ich meine beiden Menschen sah. Es ging Gott sei Dank wieder nach Hause.

Ein paar Tage später hat mich dann eine Mitarbeiterin von einem Nachbarn mitgenommen und mir Dosenfutter gegeben. Ich hätte angeblich mehrere Tage bei dem Geschäft vor der Tür gesessen und deshalb hat sie mich mitgenommen. Ich war doch morgens erst zu Hause zum Frühstücken. Naja, hat ja auch nur eine Nacht gedauert bis ich wieder zu Hause war.

Dann ging freitags nachmittags das Telefon und Lisa vom Tierheim hat bei uns zu Hause angerufen. Sie sagte: „Hallo Kirsten, hier ist Lisa vom Tierheim, Eure Fee ist bei uns.“ Da wurde Kirsten fast böse. 3 mal innerhalb von 14 Tagen hat mich jemand einkassiert und woanders hingebracht. Und immer in direkter Nachbarschaft von meinem zu Hause. Als Kirsten mich dann im Tierheim abgeholt hat ist mir echt ein Stein vom Herzen gefallen. Ich habe mich sowas von gefreut Kirsten zu sehen, die hatte echt Schwierigkeiten mich in die Transportbox zu kriegen. Ich wollte nur auf ihrem Arm bleiben und kuscheln, kuscheln, kuscheln. Als wir zu Hause ankamen hat Kirsten zu Stefan gesagt: „Ich bin damit durch. Die Katze kriegen wir nicht durch den Winter. Sie kratzt und leckt und immer, wenn man denkt, jetzt heilt es ab, fängt sie wieder an. Fee wird diesen Winter nicht überstehen, mit so wenig Fell.“ Die zwei haben mich dann wieder weiter mit schwarzem Tee behandelt und auf die Krusten Panthenolsalbe gemacht.

Irgendetwas hat dann bei mir klick gemacht. Ich habe aufgehört zu kratzen und zu lecken. Es konnte alles abheilen und mein Fell nachwachsen. Als es richtig kalt wurde war alles gut und mein Gewicht ging auch in die richtige Richtung. Kirsten und Stefan waren völlig überrascht und überglücklich.

Inzwischen kann man mich als normale, gesunde Katze bezeichnen. Ich schlafe den ganzen Tag auf dem Sofa oder im Kinderbett. Tagsüber findet man mich auch mal im Geschäft. Meistens liege ich dann vorne in der Beratungsecke auf einem Stuhl. Nachts gehe ich aber immer auf Tour. Ich habe schon einiges essbares nach Hause gebracht, aber ich glaube nicht das Kirsten und Stefan davon begeistert waren, als sie morgens die tote Maus im Esszimmer entdeckt haben.

Ich gehe aber auch viel mit Candy, Stefan und Kirsten spazieren. Das trauen mir die beiden immer noch nicht zu, dass ich alleine mit Candy spazieren gehe. Was solls, dann nehme ich die beiden oder nur einen von beiden eben mit.

Viel Spaß wünsche ich Euch noch.
Eure Fee